Ameisensäure und Brutableger

1981 wird in einigen Bienenvölkern erstmals ein Befall durch die Varroamilbe festgestellt und fordert die Imker heraus. Dem verlockenden Angebot der Pharmaindustrie zur Milbenbekämpfung folgen die Imker des Imkervereins Paderborn nicht.

Die Paderborner Imker erüben mit biotechnischen Maßnahmen wie der Entnahme von Drohnenwaben, Bildung von Brutablegern und einer Behandlung mit Ameisensäure nach der Honigernte eine Gegenwehr, die sich im Ergebnis als genauso wirksam erweist, aber eine Völker schonenede und rückstandsfreie Bienenhaltung erlaubt. Rückstandsfrei heisst hier, dass insbesondere Honig und Wachs keine Reste der Medikamente aufweisen.

Der Imkerverein Paderborn gehört zu den ersten Vereinen, die diese Verfahren erprobt und erfolgreich angewendet haben und noch heute anwenden. Früher oft angezweifelt und häufig belacht hat der Verein einen Weg gefunden, der dann Anerkennung brachte und heute viele Nachahmer gefunden hat.