Anlage und Reparatur von Blumenwiesen

Die Blumenwiese - im 1. Jahr üppig blühend und solche Pracht, dass jeder stehen bleibt - hält im 2. und 3. Jahr bei weitem nicht das, was man sich davon versprochen hatte. Das Gras wächst üppig, doch die Blütenpracht ist mager

Dass sich die Zusammensetzung der Arten in einer neu angelegten Blumenwiese im Laufe der Jahre ändert ist ganz normal. Hierzu muss man wissen, dass diese Samenmischung Samen vieler Arten enthält, die nicht unbedingt auf Ihrem Gelände gedeihen. Abhängig von den gegebenen Bedingungen (Sand- oder Lehmboden, feuchte oder trockene Stellen, sonnig oder schattig) kann sich jeweils nur ein Teil der Arten optimal entwickeln. Gerade einjährige Arten, die in der ursprünglichen Mischung noch enthalten waren, verschwinden relativ schnell aus der Wiese, wenn sie nicht auf ihre natürlichen Wachstumsbedingungen stoßen.

Darüber hinaus ist ein Teil dieser Mischung eher auf eine Ackerflora angepasst, um für die Begrünung z.B. von Geröllflächen geeignet zu sein. Kornblumen, Klatschmohn, Kornrade und Wucherblumen z.B. blühen im ersten Jahr wunderbar, werden sich auf Dauer in einer Blumenwiese aber nicht halten. Sie haben zwischen den Gräsern einer Wiese keine Chancen und verschwinden wieder - wie in der Natur.

Fehler die man vermeiden kann

Will man dauerhafte Freude an der Blumenwiese haben, kommt es deshalb darauf an, mehrjährige Stauden zu fördern. Diese (Margeriten, Kuckucksnelken, Salbei, Hahnenfuß) entstammen meistens einem Feuchtbiotop und benötigen zum Keimen 4-6 Wochen.

  1. Diese lange Keimdauer wird meistens unterschätzt. Halten Sie die Aussaaten unbedingt 5-6 Wochen lang feucht! Lassen Sie sich nicht von den schnell auflaufenden einjährigen Pflanzen irritieren. Ein großer Teil des Saatguts braucht diese lange Zeit der Pflege, um sich entwickeln zu können. Schon kurzzeitiges Austrocknen bringt keimende Samen um.
  2. Das Keimen hat gut geklappt, sogar die Stauden sind zahlreich gekeimt, alles entwickelt sich bestens. Man erfreut sich an der Blumenpracht - doch leider oft zu lange! Bis in den Herbst hinein wird nicht gemäht, mit der Folge, dass die lichtbedürftigen Stauden schwächlich bleiben oder gar ersticken oder unter den Ackerblumen verfaulen.
    Deshalb werden im Hochsommer, wenn die Blüten unansehnlich werden, gerade extensiv genutzte Wiesenflächen gemäht, oder mit Schafen beweidet. Auch im Garten muss deshalb in dieser Jahreszeit für Licht in der Blumenmischung gesorgt, d.h. gemäht werden. Sonst wird die angelegte Fläche nicht blühen, oder gar eingehen.

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